Gurtzentrierstation VARIO

Gurtzentrierstation VARIO


Gurtzentrierstation VARIO

Vario

Mit neuer Technik zum geraden Gurtlauf

Die Gurtzentriestation ist ständig im Einsatz gegen die Faktoren des Gurtschieflaufes wie z.B.:

  • außermittige Materialaufgabe
  • schlechte Ausrichtung des Bandgerüstes
  • fehlerhafte Trommelausrichtung
  • anhaftende Materialien an Trommeln und Rollen
  • seitliche Winde
  • verdrehte oder verschobene Tragrollenstühle
  • schiefe Gurtverbindung
  • defekte Tragrollen


Vorteile
  • gleicht Gurtschieflauf ohne Verzögerung aus
  • wirkt permanent auch im Reversierbetrieb
  • lieferbar für den Untergurt und gemuldet für den Obergurt
  • schont die Gurtkanten (keine Seitenführung)
  • einfache Montage
  • spezielle Gummi- oder Polyurethanbeläge sorgen für einen optimalen Reibschluss bei hoher Verschleißfestigkeit

 




Das System

Das VARIO-System wirkt permanent.

Drei Komponenten sind entscheidend:
1. Die konische Geometrie der äußeren Rollen (Gurtverlauf zum größeren Durchmesser)
2. Der mittige Drehpunkt der Rollenkonsole (entgegengesetzte Bewegung bei sofortiger Reaktion)
3. Der Gummi- oder Polyurethan-Reibbelag (optimaler Reibschluss zwischen Rollen und Gurt bei geringem Verschleiß)
Vario


Gerade rücken


Arbeitssicherheit erhöhen, Betriebskosten senken mit flexiblen Gurtzentrierstationen. Schief laufende Fördergurte verursachen hohe Betriebskosten und stellen ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar. Konventionelle Abhilfen wie Schieflaufwächter und Führungsrollen sind selten eine gute Lösung. Effektiver und Kosten schonender sind Gurtzentrierstationen. Sie verhindern dauerhaft Gurtschieflauf. Verschiedene Varianten und Einstellmöglichkeiten sorgen für Variabilität und ermöglichen zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten.

 

Fördergurte die durch Schieflauf ständig, über Tage, Wochen und Monate an Anlagenkomponenten schleifen, hinterlassen ihre Spuren. Die dauerhafte Reibung wirkt wie eine Schleifscheibe. Folglich verschleißen selbststabile Stahlträger. So entstehen äußerst scharfe Kanten die für Hände, Beine und andere Körperteile ein außerordentlich hohes Verletzungsrisiko bilden. Sind tragende Teile betroffen kann sogar die gesamte Statik der Förderanlage gefährdet sein. Auch seitliche Gurtführungsrollen können diese Gefahren nicht abwenden.

Die Praxis zeigt, Gurtführungsrollen deren Lager defekt sind werden in der Regel nicht zeitnah ausgetauscht. So reiben die Fördergurte fortwährend an einer Stelle des Rollenmantels, bis dieser durchgeschlissen ist. Nicht nur dass so ein neues Verletzungsrisiko entstanden ist, auch der hochwertige Fördergurt kann durch scharfe Kantenaufgeschlitzt werden. Ebenso bilden Schieflaufwächter keine optimale Lösung, denn zum Einen beheben sie nicht die Ursache für das Hin- und Herwandern des Förderbandes, zum Anderen führen sie zu Produktionsausfall durch Abschalten der Antriebsmotoren.  


Unfälle und Rückenprobleme vermeiden

Nach Schätzungen des Deutschen Grünen Kreuzes sind Wirbelsäulen und Rückenprobleme jährlich für 3,7Mio. Krankschreibungen und 75,5Mio. Tage Arbeitsunfähigkeit verantwortlich. Prävention lohnt sich. Denn die Faustregel besagt, für jeden Euro, den die Betriebe für Prävention ausgeben, bekommen sie mindestens 3 Euro zurück. Gelangen Förderbänder nicht zentriert zum Aufgabebereich, wird das Schüttgut seitlich versetzt auf den Fördergurt aufgegeben. Das wiederum führt zu Materialüberlauf und unkontrolliertem Materialverlust auf der kompletten Anlagenlänge. Manuell muss dieses Schüttgut wieder mit Schaufel und Besen beseitigt werden. Eine stark Rücken belastende Arbeit. Obendrein verläuft ein Förderband mit einseitiger Belastung noch stärker und führt zu oben beschriebenen Resultaten. So ist die Rechnung schnell aufgemacht:  
  • Gurtschieflauf verursacht Verschleiß
  • Gurtschieflauf führt zu Verletzungen und unfallbedingten Krankheitstagen
  • Gurtschieflauf verursacht Stillstand durch Schieflaufwächter
  • Gurtschieflauf verursacht Verschmutzungen durch Materialüberlauf
Vario Manuzent  

Konsequenz: Gurtschieflauf gefährdet die Arbeitssicherheit und verursacht hohe Kosten.  

Erfolgreich gegen den Gurtschieflauf bewährt haben sich „VARIO“-Gurtzentrierstationen. Es handelt sich dabei um ein einfaches, montagefreundliches, langlebiges und zuverlässiges System zur Zentrierung von Förderbändern. Basis ist eine dreigeteilte Rollenstation mit konischen Außenrollen und einer zylindrischen Mittelrolle.  

Anfangs als Problemlöser für Sonderfälle konzipiert, haben die Anlagenbetreiber sofort die hohe Effektivität und die unmittelbare Wirkung der Zentrierstation auf den Gurtschieflauf erkannt und genutzt.  

Verschiedene Weiterentwicklungen


Doch auch ein sehr effektiv wirkendes System kann noch verbessert werden. Der Hersteller Gummi-Stricker hat die Gurtzentrierstationen konsequent weiterentwickelt. So werden die Standardrollen mittlerweile mit einem verschleißarmen Gummi-Spezialbelag gefertigt. Dank dieses Spezialbelages erfolgt eine sofortige Reaktion der Station und somit eine unverzügliche Zentrierung des Förderbandes. Alternativ kommen in der Schwerindustriehochabriebfeste Polyurethanbeläge zum Einsatz. Dieser Rollentyp entfaltet seine Vorteile bei besonders hohen Bandgeschwindigkeiten, großen Bandbreiten und hohem Flächendruck. Der Belag wird rundgegossen aufgeschoben. Das bislang aufwändige Verkleben der Reibbeläge entfällt. Auf Vorschlag von Kundenseite werden die Zentrierstationen inzwischen mit einer Vorrichtung versehen, die ein stufenloses Einstellen auf die jeweilige Anlagenbreite ermöglicht. Diese Maßnahme ermöglicht eine noch schnellere und leichtere Montage der Geräte. Anregungen, Wünsche und Verbesserungsvorschläge, so zeigt dieses Beispiel, werden von Gummi-Stricker aufgenommen und praxisgerecht umgesetzt. 

Für die Lebensmitteltechnik können die Gurtzentrierstationen auch aus Edelstahl gefertigt werden. Die Rollenwerden für diesen Anwendungsfall mit FDA-zugelassenen Reibbelägen versehen. Ebenso sind antistatische Reibbeläge für explosionsgeschützte Bereiche in heller Qualität erhältlich

Flach oder gemuldet  



In der neuesten Version „Vario“ wurde eine sehr vielseitige Gurtzentrierstation entwickelt. Die Weiterentwicklung zu der neuartigen Gurtzentrierstation macht es möglich, ein und dieselbe Station als Flachstation für den Untergurt zu verwenden oder gemuldet für den Obergurt. Der Muldungswinkel von 0 bis45° kann an die jeweilige Anlage angepasst werden. Stufenloses Einstellen auf die jeweilige Anlagenbreitevereinfacht die Montage. 

Die Gurtzentrierstationen sind für ein breites Anwendungsfeld geeignet. Dies beginnt beim 500 mm breiten Fördergurt z.B. im Harnstoffwerk, geht über 800 mm breite gemuldete Stationen in der Kies-und Sandbaggerei bis hin zu 2.000 mm breiten Förderbändern im Braunkohlentagebau. Eingesetzt werden die Gurtzentrierstationen in allen Industriebereichen, in denen Schüttgüter auf Förderbändern transportiert werden.


Gurtzentrierstationen – die Vorteile  


Die Vorteile des Systems zur Zentrierung von Förderbändern sind:
  • Ausgleich von Schieflauf ohne Verzögerung
  • Permanente Gurtführung, auch im Reversierbetrieb
  • Schonung der Gurtkanten, da keine Seitenführungsrollen notwendig sind
  • Einfache und schnelle Montage
  • Optimaler Reibschluss durch spezielle Gummi- oder Polyurethanbeläge in Kombination mit  hoher Abriebfestigkeit
  • Vielseitig einsetzbar durch variable Muldungswinkel
  • Langlebigkeit durch verschleißarme Reibbeläge